Diagnose AML – was kann ich als Angehöriger tun?

Die Nachricht der AML-Diagnose kommt häufig völlig überraschend. Das gilt für die Betroffenen genauso wie für Angehörige oder Freunde. Der Schock sitzt anfangs tief und es tauchen viele Fragen auf: Wie soll es weitergehen, wie kann ich dem Betroffenen helfen, was passiert jetzt eigentlich?

Die folgenden Informationen sollen Ihnen dabei helfen, den Erkrankten bestmöglich zu unterstützen und sich dabei auch selbst ein Bild von der AML-Erkrankung und der bevorstehenden Therapie machen zu können.


PLÖTZLICH IST ALLES ANDERS - MACHEN SIE SICH SCHLAU!

Da die AML-Diagnose oftmals völlig unerwartet kommt und der Erkrankte umgehend zur Behandlung in eine Klinik muss, bleibt für den Betroffenen meist keine Zeit, sich vorher zu informieren, was auf ihn zukommt. Den Kopf voller Ängste und Fragen – da ist man natürlich nur schwer in der Lage, ruhig zu bleiben und die Dinge nüchtern zu betrachten. Sie als Angehöriger können dabei helfen!

Damit auch Sie sich besser auf die neue Situation einstellen können, sollten Sie sich unbedingt auch selbst über die Hintergründe der AML-Erkrankung und die Behandlungsmöglichkeiten informieren. Das hilft Ihnen, sich mit dem Betroffenen auszutauschen und mit ihm gemeinsam die schwere Zeit durchzustehen.


Soziales Umfeld und Arbeit

Das soziale Umfeld stellt für Betroffene eine wichtige Stütze dar. Ob Partner, Familie, gute Freunde oder Kollegen: Viele möchten helfen, wissen aber oft nicht genau, wie. Hier allgemeingültige Ratschläge zu geben, ist schwierig, da jeder Betroffene die Erkrankung anders verarbeitet. Nachfolgend wollen wir Ihnen einige Tipps an die Hand geben, die Ihnen bei der Unterstützung des Betroffenen helfen sollen.

Wichtig: Für den Betroffenen da sein

Ziehen Sie sich nicht zurück, nur weil Sie sich davor fürchten, etwas falsch zu machen. Den meisten Patienten geht es besser, wenn sie merken, dass sie nicht alleine sind. Bieten Sie beispielsweise Unterstützung bei der Informationssuche an, indem Sie zusammen mit dem Betroffenen Fakten über die Erkrankung zusammentragen. Wenn auch Sie besser über die AML-Erkrankung und deren Behandlung Bescheid wissen, können Sie besser helfen.

Miteinander sprechen

Offene Gespräche sind wichtig für das gegenseitige Verständnis. Es ist sehr hilfreich, wenn Sie sich über die Erkrankung austauschen und auch über Ihre gegenseitige Beziehung sprechen. So erfahren Sie, wie Sie besser auf die Situation des Betroffenen (z.B. während der Chemotherapie) Rücksicht nehmen können.

Auch selbst Hilfe annehmen

Wenn Sie auch selbst nicht mehr weiterwissen und merken, dass Sie mit der Situation überfordert sind, sollten Sie sich professionelle Unterstützung suchen, beispielsweise in einer Krebsberatungsstelle. Hier finden Sie hilfreiche Links zu diesem Thema.


Infos für Angehörige

In diesem Bereich finden Sie nützliches Informationsmaterial und Links, die Ihnen helfen sollen, die AML-Erkrankung und deren Behandlung besser zu verstehen und den Betroffenen während der schwierigen Zeit nach der Diagnose begleiten zu können.

Die Diagnose AML bringt viele offenen Fragen für den Betroffenen und Sie selbst mit sich.

Klicken Sie auf den Link, um diese Checkliste zu öffnen. Dann können Sie das Dokument ausdrucken, zusammen mit dem Betroffenen ausfüllen, weitere Fragen ergänzen und anhand dieser Liste die einzelnen Punkte mit dem Arzt beim nächsten gemeinsamen Arztgespräch besprechen.

Hier finden Sie eine weitere Auswahl weiterer Informationen und Antworten rund um das Thema AML und die Behandlung, damit Sie zusammen mit dem Betroffenen die Erkrankung bestmöglich bewältigen können.

  • Die Akute Myeloische Leukämie (AML) des Erwachsenen (Kompetenznetzwerk Leukämien)
  • Die blauen Ratgeber: Leukämie bei Erwachsenen (Deutsche Krebshilfe)
  • Die blauen Ratgeber: Hilfen für Angehörige (Deutsche Krebshilfe)
  • DKMS – ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei
  • ZKMS- Zentrales Knochenmarkspender-Register Deutschland

Quellen:

  1. Deutsches Krebsforschungszentrum – Krebsinformationsdienst. Krankheitsverarbeitung (Angehörige und Freunde);
  2. https://www.krebsinformationsdienst.de/leben/krankheitsverarbeitung/angehoerige.php (zuletzt besucht am 26.07.2017).